DIE UNABHÄNGIGE FACHZEITSCHRIFT FÜR HOCHZEITSMODE

Die Interbride fördert Nachwuchsdesigner

Die Interbride geht 2015 ins dritte Jahr. Grund genug, mit Geschäftsführer Ulrich Wendel ein Strategie-Gespräch zu führen.

Die Interbride geht 2015 ins dritte Jahr. Grund genug, mit Geschäftsführer Ulrich Wendel ein Strategie-Gespräch zu führen.

Wie positioniert sich die Interbride 2015?
Am liebsten würde ich antworten „wie bisher“. Das träfe zwar den Kern des Ganzen, wäre aber selbstverständlich zu einfach. Und dennoch: In 2015 knüpfen wir gezielt an das bisher Erreichte an. Es ist beachtlich, wie positiv die Interbride innerhalb der Branche und in der Öffentlichkeit dasteht.
Beide zurückliegenden Messen erreichten hervorragende Ergebnisse. Unser langfristiges Ziel der internationalen Leitmesse ist bekannt. Dafür müssen wir uns natürlich in jedem Jahr bildlich gesprochen neu zur Decke strecken. Wer die Nummereins-Messe sein will, muss den Markt kontinuierlich analysieren und diese Kenntnis in sein Management einbauen.
Für Aussteller und Besucher bietet die Interbride ein ausgereiftes Branchenforum, auf dem sich die Marktteilnehmer treffen, austauschen und Geschäfte abwickeln. Wir sind für alle Beteiligten eine verlässliche Adresse in der sonst durchaus heterogenen Messelandschaft.

141 Aussteller* haben sich bereits für die Interbride 2015 registriert. Mit wie vielen Austellern rechnen Sie insgesamt?
Das ist in der Tat eine sehr erfreuliche Zahl. Noch verbleiben bis zum Messestart sieben Monate. Lassen Sie mich in diesem Zusammenhang folgendes betonen: Unser primäres Ziel ist keinesfalls der Verkauf von möglichst vielen Hallenquadratmetern.
Uns geht es um Premiumqualität. Das ist ein Unterschied. Wenn Qualität der maßgebende Faktor ist, dann zählen die gesamte Präsentation der Messe, die Reputation der Aussteller und die Internationalität des Publikums mehr als die Hallengröße. An dieser Stelle möchte ich noch auf die ureigene Konzeptidee der Interbride zurückkommen: Leitmesse aus der Branche für die Branche. Bei keiner vergleichbaren Veranstaltung sind 23 Insider, womit ich in unserem Fall die Markenhersteller selbst meine, der Messe organisatorisch verpflichtet. Das ist ein Trumpf, den wir im Ärmel haben. Er hebt uns nachhaltig von anderen Veranstaltungen ab. Wissen Sie, Flächen und Besucher sind verschiebbare Größen.
Am Ende des Tages entscheiden die Top-Qualität der Messe und ihre Organisation selbst, wie sie sich langfristig entwickelt.

Sind 2015 besondere Aktionen für die Besucher geplant?
Im Moment kann ich berichten, dass wir in unserem Organisationsteam verschiedenste Aktionsideen diskutiert haben. Alle Entscheidungsträger kamen zu dem Konsens, dass wir das selbstdefinierte Zeitintervall von drei absolvierten Messen ausschöpfen, um die Messe erst auf- und jetzt auszubauen. Mit Interbride Nummer drei wollen wir uns weiter konsolidieren.
Die Stabilität in Planung, Umsetzung und Strategie bewerten wir höher als den Reiz des Neuen. Wir halten mit Stolz an dem bewährten Format fest. Aber, und auch das betone ich, wir addieren natürlich Neues hinzu: Im kommenden Jahr ist das unsere Initiative für die Nachwuchsdesigner. Die Interbride will sich auch inhaltlich einmischen. Bei uns geht es um Mode und darüber soll gesprochen werden. Deswegen auch der Aufruf an alle Nachwuchsdesigner: Sie bringen neue Denkweisen ein, gehen mit dem Thema „Hochzeit“ aus Sicht nachwachsender Generationen um. Dadurch erhält die Interbride eine gewisse experimentelle Attitüde. Wir sind sehr gespannt.

Gibt es Dinge, die Ihrer Meinung nach auf der Interbride noch verbessert werden müssen?
Unsere Messestrategie basiert wie gesagt auf einem mehrjährigen Stufenkonzept. Während der ersten drei Jahre steht das Ziel im Vordergrund, die Interbride zu einer Marke zu entwickeln.
In puncto Qualität, Intention, Aufmachung und Design soll sie unverwechselbar in den Köpfen unserer Zielgruppen und Multiplikatoren verankert werden. Ich denke, hierbei sind wir weit gekommen. Daneben arbeiten wir an einer Optimierung
bei der Registrierung und erneut beschäftigt uns das Thema Verköstigung. Hier sind wir allerdings noch mitten im Prozess.

Welche Maßnahmen werden Sie ergreifen, um die Besucherzahlen – vor allem die internationalen – zu steigern?
Mit Blick auf das Jetzt und Heute können wir festhalten, dass die Interbride 2014 mit ihrem Ausstellerspektrum alle großen europäischen Marktanbieter abdeckte. 
Dieses namhafte Ausstellerklientel zog bei dem internationalen Publikum. Fachhändler aus 40 Ländern kamen nach Düsseldorf, darunter Interessenten aus Japan, Kenia und Namibia. Diesen Status quo gilt es sukzessiv auszubauen.
Perspektivisch wünschen wir uns, dass der japanische Fachhändler genauso wie der spanische oder der amerikanische unsere Messe fest in seinem Terminkalender blockt.


Das Catering stand bei machen Besuchern in der Kritik. Gibt es dafür schon eine Lösung für die kommende Messe?
Wir kennen diesen sensiblen Punkt und arbeiten bereits daran. In den nächsten Wochen besprechen wir mit der Messe Düsseldorf Möglichkeiten, hier eine adäquate Lösung zu finden.

Wo wird die Interbride in zehn Jahren stehen?
Lassen Sie uns in die Glaskugel blicken. Die Interbride ist eine besucherstarke Premiummesse für Hochzeits-, Braut- und Eventmode, ihr Radar ist auf konsequente Internationalisierung gerichtet. Durch unsere Vorreiterrolle bringen wir die Fachbesucher mit den neuesten, branchenrelevanten Entwicklungen zusammen, was sie inspiriert und ihre eigene Entwicklung fördert. Im Messegeschäft spielen wir ganz vorne mit. Das klingt doch gut, oder?
Ein abschließender Gedanke noch: Messemanagement ist am Ende ein sehr traditionelles Business. Weitere zehn Jahre tun uns gut. Denken Sie selbst an die etablierten, großen Messen. Die sind teilweise 50 und mehr Jahre im Geschäft. Wir wollen uns keinesfalls auf unseren Lorbeeren ausruhen, aber falscher Übereifer ist auch nicht von Nöten. Der Markt für Hochzeits-, Braut- und Eventmode besitzt Wachstumspotenzial, das wir bei unseren Prognosen einberechnen.
Deswegen gehen wir Schritt für Schritt unseren Weg weiter und rennen keinesfalls aus bloßem Aktionismus voraus.

Bleibt es bei einem begeisterten Fachpublikum, vollen Auftragsbüchern und zufriedenen Gesichtern, dann sind wir für die Zukunft richtig aufgestellt.

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