Andrew Georgiou, Trés Chic: Traditionelle Stile

„Ich denke, dass sich der Markt noch stärker nach den Bedürfnissen der Braut richten wird. Soziale Medien spielen eine große Rolle, wenn es um die Entscheidungen zukünftiger Bräute geht.“

Sonja Hoier, Kleemeier: Enge Zusammenarbeit mit Kunden

„Der Design-Prozess wird sich meiner Meinung nach nicht groß ändern, da die erste Idee immer im Kopf Gestalt annimmt. Ob sie dann zu Papier gebracht und danach digitalisiert oder in einem Zug im Zeichenprogramm weiterentwickelt wird, liegt an den Vorlieben des Designers.“

Irina Donner, Euro Mode Donner: Digitaler Design-Prozess

„In unserem digitalen Zeitalter bieten sich unglaublich viele Möglichkeiten für den Design-Prozess an, sei es nun Software mit interaktiver Darstellung des Kleides oder Module zur virtuellen Anprobe. Dadurch kann das Aussuchen eines Brautkleids von jedem Ort aus geschehen.

Toni Lopez, Kuhn: Legt Wert auf Traceability

„Wir arbeiten mit unseren Lieferanten aus Italien, Portugal und Deutschland eng zusammen. Bereits vor Corona haben wir mit der Digitalisierung angefangen. So haben wir die Garnfarbkarten der Webereien in unserem Hause, die CADs werden nach unseren Angaben digital erstellt und versendet.“

Kerstin Mechler, Küss die Braut: Nachhaltigkeit an erster Stelle

„Die Zukunft ist digital – wobei ich ehrlicherweise zugeben muss, dass ich es liebe, meine Ideen und Entwürfe von Hand aufs Papier zu bringen. Wir sind ein kleines, gut strukturiertes Unternehmen und da ich alles selbst entwerfe, kann ich mir diesen analogen Luxus gönnen. Natürlich scannen wir meine Designs und arbeiten schon seit Jahren weitgehend digital, wo es möglich und sinnvoll ist.

Alessandra Rinaudo, Pronovias: „Wir brauchen die Einzelhändler!“

„Die Brautmodenindustrie stand in den letzten Jahren nicht gerade an der Spitze der Öko-Bewegung. Gerade deshalb müssen wir jetzt durch langfristiges Engagement neue Standards zu setzen. Bei Pronovias ist die Einführung der nachhaltigen #WeDoEco-Kollektion Teil der Unternehmens-Strategie. Für die kommenden fünf Jahre haben wir uns verpflichtet, höhere Standards in der Brautindustrie für eine nachhaltige Zukunft zu setzen.“

Anne Katherine Rantzau, Lilly: Krise wird vorübergehen

„Seit meine Großmutter, die ‚echte‘ Lilly Hansen, unser Brautmoden-Abenteuer im Jahre 1946 begann, musste die Brautbranche schon einige Krisen überstehen. Ich kann mich gut daran erinnern, dass ich zu Beginn der Finanzkrise bei meiner Großmutter zu Haus am Tisch saß und ganz unglücklich war. Sie streichelte meinen Arm und sagte: „Mach dir keine großen Sorgen. Es dauert maximal 20 Jahre, dann ist alles wieder normal“. Damals war sie 90 Jahre alt und ich war Ende 30, für mich waren 20 Jahre unendlich lang. Im Moment kommt die Corona-Krise der Brautmoden-Branche auch ‚unendlich lang‘ vor, aber die Geschichte lehrt uns, dass auch diese Krise vorübergehen wird. Bis dahin freuen wir uns über das gegenseitige Vertrauen, das wir über viele Jahre zu unseren Kunden aufgebaut haben. Die Brautmoden-Shops benutzen schon seit vielen Jahren unseren Online B2B-Shop, um einzukaufen. Diesen Service haben wir jetzt mit Videos ergänzt.

Karina Pedersen, WedTrade: Besucher-Fachmessen sind wichtig

Die Welt der Brautmode wird sich fundamental ändern. Die gegenwärtige Corona-Situation hat viele der Akteure – sowohl Lieferanten als auch Einzelhändler – in Gefahr gebracht. Als Vertreterin war ich in den vergangenen Monaten zwar telefonisch oder per E-Mail jederzeit erreichbar, aber die physischen Kontakte fielen weg. Ich habe meine persönlichen Besuche stark eingeschränkt. Gerade deshalb bin ich froh, dass mir meine Lieferanten gutes Fotomaterial und eine gute Produktqualität liefern, denn das hilft meinen Kunden bei der Kaufentscheidung.